Gesundheitsförderung und -prävention


 

Gesundheitsförderung und Gesundheitsprävention an der Kardinal-von-Galen-Schule Emsdetten

 

Leitbild: Schule in Bewegung

 

Zum Verständnis des Gesundheitsbegriffs

Wir gehen bei der Gesundheitsförderung von einem Gesundheitsbegriff aus, der Gesundheit nicht nur als Vermeidung von Krankheit versteht, sondern die Förderung von Gesundheit in den Mittelpunkt stellt. Gesundheit wird als Summe von physischen, psychischen, sozialen und umweltbedingten Aspekten verstanden, die es dem Menschen ermöglicht, produktiv mit äußeren und inneren Anforderungen umzugehen und eigene Ziele umzusetzen. Konkret geht es um Prozesse der Unterstützung, Befähigung und Ermöglichung und zielt auf Selbstverantwortlichkeit und Mitverantwortlichkeit. Damit verbunden ist ein integrativ-ganzheitliches Verständnis von Gesundheit, das sich sowohl in einer entsprechenden Unterrichtsgestaltung als auch innerhalb des Schullebens und der Öffnung der Schule nach außen niederschlägt. Die Unterrichtsgestaltung, das Schulleben und besondere Projekte werden auf diese Anforderungen ausgerichtet.

Als Hauptpreisträger 2008 und 2010  „Bewegungsfreudige Schule“ und mit der Zertifizierung als „SchuB“-Schule des Kreises Steinfurt im Jahr 2016 ist uns die intensive Beschäftigung mit diesem Thema Verpflichtung und Bestätigung zugleich.

Mit der Zertifizierung im Rahmen des buddY-Programmes 2016 leben wir das Motto „Aufeinander achten. Füreinander da sein. Miteinander Lernen.“ und fördern die soziale Kompetenz unserer Schülerinnen und Schüler.

Die Gesundheitsförderung bezieht sich nicht nur auf die Schülerinnen und Schüler, sondern auf alle in der Schule tätigen Personen und will sie anregen und dazu befähigen, sich verantwortlich und aktiv für ihre Gesundheit und unsere gesunde Schule zu engagieren.

Zur Intensivierung der Gesundheitsförderung hat sich unsere Schule im Jahr 2011 dem Landesprogramm Bildung und Gesundheit (BuG) angeschlossen, das uns bei unseren Vorhaben in Bezug auf Gesundheitsförderung und gesundheitliche Prävention unterstützt.

 

 

 

 


Zum gegenwärtigen Entwicklungsstand des Bausteins Gesundheitsförderung und Gesundheitsprävention

 

Gesundheitsförderung in Unterricht und außerunterrichtlichen Veranstaltungen

 

Was unsere Schule bewegt: Gesundheitsbildung durch Ernährung und Bewegung

Viele Untersuchungen zeigen, dass Kinder sich in der Regel zu wenig bewegen und über kein angemessenes Essverhalten verfügen. Dieses kann zu schwerwiegenden Konsequenzen für die Gesundheit führen.

Daher haben wir es uns zum Auftrag gemacht, bei unseren Schülerinnen und Schülern ein Gesundheitsbewusstsein und Gesundheitsverhalten zu entwickeln bzw. positiv zu beeinflussen.

Zu den Aufgabenbereichen der Bildungs- und Erziehungsarbeit in der Grundschule gehört auch die Gesundheitsförderung und -prävention als wesentlicher Bestandteil.

Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, Freude an der Bewegung und am gemeinsamen Sport zu entwickeln, sich gesund zu ernähren und gesund zu leben (vgl. Richtlinien 2008).

 

Ein wesentliches Qualitätsmerkmal von Unterricht ist ein fächerintegrierendes, gesundheitsförderndes Unterrichtsprinzip. Es beinhaltet die Förderung sowohl sachbezogener als auch sozialer und emotionaler Fähigkeiten, um somit an das Selbstbild und Lebensgefühl der Kinder anzuknüpfen und dieses in einem die Persönlichkeit stärkenden Sinn weiterführen zu können.

 

Die Arbeitspläne in den Klassenstufen weisen den verschiedenen Jahrgangsstufen unterschiedliche Schwerpunkte zu, die in nahezu allen Fächern, aber insbesondere im Unterricht der Fächer Sachunterricht, Sport, Deutsch, Musik und Religion grundlegende Themen der Gesundheitsförderung aufnehmen. Oft geht es dabei um die Vermittlung von Informationen und Kompetenzen. In den Unterrichtsstunden im Fach Sport wird in vielfältiger Weise gesundheits-relevanten Themen Raum gegeben. Dabei werden häufig Schülerinnen und Schülern Einsichten in physische und physiologische Zusammenhänge ihres Körpers vermittelt. Auch psychische Komponenten wie Angst, Mut, Freude sind Themen des Sportunterrichts. Zahlreiche sportliche Aktivitäten und Herausforderungen gehören seit Jahren zum Schulprogramm.

 

Der Förderverein unterstützt seit Jahren die schulischen Aktivitäten zum gesundheitsbewussten Verhalten. Sport- und Spielangebote in den „bewegten Pausen“ sowie die Musikpause unterstützen die Bemühungen der Gesundheitsförderung in Bezug auf die Ziele „gern in der Schule zu sein, etwas Neues zu erproben und zu lernen, sich wohl zu fühlen.“

 

Im Sachunterricht stehen in allen Jahrgangsstufen gesundheitsrelevante Themen wie z.B. „Zahngesundheit“, „Ernährung und Essgewohnheiten“, „Schulmilch“, „Sitzen und Bewegen“, „Bedeutung der Sinnesorgane“, „Bau und Grundfunktionen des menschlichen Körpers“, „Trinken im Unterricht“, „Fördern durch Bewegung“ ,“Grundsätze der Körperpflege“ „gesunde Lebensführung“ im Mittelpunkt. Mit Förderung der Sparkasse kann seit Jahren in den Klassen 3 und 4 das Theaterpädagogische Programm „Mein Körper gehört mir“ zum sexuellen Missbrauch alle zwei Jahre angeboten werden.

 


Schulkultur und Schulklima

Der Schulalltag wird durch Gewalt und Integrationsschwierigkeiten zunehmend schwieriger. Das buddY-Programm zeigt durch Schüleraktivierung Wege auf, diesen Problemen konstruktiv zu begegnen. In Projekten übernehmen Schüler beispielsweise Patenschaften für jüngere Mitschüler, helfen anderen beim Lernen und setzen sich als Friedensstifter und Schulsanitäter ein. Auch im Unterricht werden die Fähigkeiten der Schüler genutzt und gefördert, zum Beispiel wenn sie als „Chef für eine Aufgabe“ dafür verantwortlich sind, der ganzen Klasse Lerninhalte zu vermitteln. Auch durch den für alle Klassen verbindlich eingeführten Klassenrat sowie den Kaddirat auf Schulebene wird das Bewusstsein für die Bedürfnisse anderer und die Fähigkeiten jedes einzelnen geschärft. Die Kinder achten aufeinander, sie lernen von- und miteinander, sie sind füreinander da und übernehmen Verantwortung und erleben Akzeptanz. Das stärkt ihr Selbstbewusstsein und ihre Fähigkeit zur Konfliktlösung. Sie lernen verantwortlich zu handeln und Konflikte zu lösen. Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter unterstützen die Schülergruppen beim Lernen und in Projekten außerhalb des Unterrichts dabei ihre Probleme selbstständig zu lösen.

Langfristig werden Lehrkräfte entlastet und Schule gewinnt an Wert: Der offene und rücksichtsvolle Umgang von Kindern und Erwachsenen verändert das Schulklima und macht alle Beteiligten leistungsfähiger.

 

In allen Klassenstufen werden Vereinbarungen zum wertschätzenden Umgang miteinander verfolgt. Ziele sind insbesondere eine realistische Selbsteinschätzung und die Fähigkeit zu reflektiertem Handeln, zu Toleranz und Achtung vor anderen Menschen sowie soziale Integration und soziales Engagement, vermittelt durch die Klassenleitungen. Dabei werden vor allem aktuelle Themen der Klassengemeinschaft (situationsbezogener Unterricht mit Morgenkreis, Klassentagebuch, Klassenpostkasten) aufgegriffen und mit unterschiedlichen Methoden (pädagogisches Rollenspiel, Visualisierung bzw. gelenkte Phantasiereise, Modelllernen, etc.) bearbeitet. Die Erfahrungen zeigen, dass die Schülerinnen und Schüler unter anderem verständnisvoller miteinander umgehen und Meinungsverschiedenheiten selbstständig und konstruktiver – auch untereinander – klären können.

 

In unserer Schule wurde durch die Sanierung der sanitären Anlagen durch den Schulträger ein wichtiger Schritt geleistet. Auch der sukzessive Austausch des Schulmobiliars in Form von ergonomischem Gestühl, das in Absprache mit dem Kollegium durch den Schulträger angeschafft worden ist, ermöglicht den Kindern ein „gesundes“ und „bewegungsfreundliches“ Sitzen.

 

Friedensstifter

Die Friedensstifter unterstützen und helfen den Schülerinnen und Schülern, wenn sie Streitigkeiten oder kleinere Konflikte auf dem Schulhof haben. In der AG „Friedensstifter“ lernen die Kinder, wie sie Streitgespräche begleiten und ihren Mitschülern bei ihren Problemen helfen können.

Die Kinder der ersten drei Jahrgänge sind für die Belange der eigenen Klasse aktiv im Unterrichtsalltag tätig. Die vierten Jahrgänge helfen in der großen Pause als Friedensstifter. Hier übernehmen sie gemeinsam mit den Erwachsenen Verantwortung dafür, dass Kinderrechte (Recht auf Schutz, Recht auf Gleichheit und Recht auf Meinungsfreiheit) an unserer Schule umgesetzt werden und sie dabei aktiv mithelfen.

 

Schulsanitäter

Sturz auf dem Schulhof, Umknicken beim Spielen oder starke Bauchschmerzen – in diesen Fällen werden die Schulsanitäter gerufen. Schülerinnen und Schüler des vierten Jahrgangs, die in Zusammenarbeit mit den Maltesern Emsdettens und einer ortsansässigen Apotheke in der Schulsanitäter-AG ausgebildet werden, leisten während der Schulzeit und auf Schulveranstaltungen kompetent Erste Hilfe und zeigen täglich, wie wertvoll es ist, anderen Menschen zu helfen und so einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit an unserer Schule zu leisten.

 

Klassenrat

Der Klassenrat und der Kaddirat fördern demokratisches Miteinander und Partizipation in der Institution Schule. Er ist das demokratische Forum einer Klasse. In den wöchentlichen Sitzungen beraten, diskutieren und entscheiden die Schülerinnen und Schüler über selbstgewählte Themen: über die Gestaltung und Organisation des Lernens und Zusammenlebens in Klasse und Schule, über aktuelle Probleme und Konflikte, über gemeinsame Planungen und Aktivitäten. Die Vergabe fester Rollen mit klaren Rechten, Anforderungen und Pflichten trägt entscheidend zum Gelingen des Klassenrats bei. Der klar strukturierte Ablauf bildet ein Gerüst für Diskussionen und Entscheidungsprozesse – so erleichtert er den Schülerinnen und Schülern, sich auf die Inhalte der gemeinsamen Diskussionen zu konzentrieren.

 

Kaddirat

Der Kaddirat ist das demokratische Forum der Schule. In den monatlichen Sitzungen mit der Schulleitung beraten, diskutieren und entscheiden die gewählten Vertreter der einzelnen Klassen (Klassensprecher) über klassenübergreifende Themen: über die Gestaltung und Organisation des Lernens und Zusammenlebens in Schule, über aktuelle Probleme und Konflikte, über gemeinsame Planungen und Aktivitäten. Auch hier trägt der klar strukturierte Ablauf zum Gelingen bei.

 


Schule in Bewegung

Bewegung, Spiel und Sport leisten einen wesentlichen Beitrag zur ganzheitlichen Bildungsförderung. Erfolgreiches Lernen und Bewegung sind eng miteinander verknüpft und für erfolgreiches Erlangen von Kompetenzen bedeutend. Durch unsere regelmäßigen Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote im Schulalltag werden die motorische, soziale, emotionale, psychische und kognitive Entwicklung von Kindern positiv beeinflusst und führen auch im außersportlichen Bereich zu deutlichen Bildungsgewinnen. Sie stärken das physische und psychische Wohlbefinden und die Integration der Menschen in ihren Lebenswelten, unabhängig von ihrem Geschlecht, ihren geistigen und körperlichen Möglichkeiten sowie ihrer kulturellen und sozialen Herkunft.

Wir räumen der Bewegung sowie dem Spiel und Sport in allen Bereichen einen großen Stellenwert ein.

Zweimal (2008 und 2010) sind wir als bewegungsfreudige Schule des Kreises Steinfurt ausgezeichnet worden, da wir diverse Bewegungsangebote in das Schulleben integrieren, eine zusätzliche Spielpause auf dem Schulhof haben und viele Bewegungspausen im Unterricht anbieten.

Auch mit der Zertifizierung als „SchuB-Schule“ des Kreises Steinfurt im Jahr 2016 zeigen wir, dass wir hierzu einen großen Beitrag in unserer alltäglichen Arbeit mit unseren Kindern leisten.

 

Schwimmunterricht

An unserer Schule findet der Schwimmunterricht ab Klasse 1 in den Monaten Oktober bis Mai im städtischen Hallenbad statt.

Vor allem ängstliche und mit dem Element Wasser unerfahrene Kinder haben ausreichend Zeit und Gelegenheit durch eine vielseitige Wassergewöhnung und durch intensive Übungsmaßnahmen zumindest das Seepferdchen-Abzeichen zu erreichen. Alle Kinder werden vielseitig und gezielt in differenzierten Leistungsgruppen im Hinblick auf das Erreichen der in den Lehrplänen geforderten Zielsetzungen unterrichtet.

 

Bundesjugendspiele

An unserer Schule werden jährlich für die Jahrgänge 2, 3 und 4 kurz vor den Sommerferien die Bundesjugendspiele in der Leichtathletik mit den Disziplinen 50 m-Lauf, Weitsprung und Schlagballweitwurf im Salvus-Stadion durchgeführt. Hierbei werden die Vorgaben und Regeln des Kultusministeriums NRW zu Grunde gelegt.

Eine intensive Vorbereitung auf den Wettkampf erfolgt im Rahmen des Sportunterrichts in den Wochen vorher. Als Schiedsrichter fungieren das Kollegium und Eltern. Die organisatorische Vorbereitung und Durchführung des Wettkampfes erfolgt nach Absprache mit der Schulleitung durch eine Sportlehrerin.

 

Hallensportfest

Im Februar veranstalten wir eine Spaßolympiade unserer Schule in der Ems-Halle. Wir bieten dort ein großes Spielefest mit vielen lustigen und attraktiven Stationen an. Hier geht es um Freude an der Bewegung, Geschicklichkeit, Ausdauer und Teamgeist, da die Kinder in altersgemischte Gruppen eingeteilt sind und nur die Gruppe zusammen erfolgreich sein kann.

 

Teekottenlauf

Im Mai eines jeden Jahres nehmen die Kinder am Teekottenlauf der Laufgemeinschaft Emsdetten teil. Die Vorbereitung erfolgt im Rahmen des Sportunterrichts sowie in Trainingseinheiten organisiert und angeleitet von den Viertklässlern auf dem Schulhof. Auch ein offener wöchentlicher Lauftreff mit einigen Eltern bereitet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor.

 


Stadtradeln

Jährlich nehmen wir als Team „Kardinal von Galen“ am dreiwöchigen Projekt Stadtradeln der Stadt Emsdetten teil. Wir radeln gemeinsam für Klimaschutz und Radverkehrsförderung! Beim Stadtradeln geht es um Spaß am und beim Fahrradfahren und vor allem darum, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag zu gewinnen und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Wir „erfahren“ die vielen Vorteile des Radfahrens: weniger Abgase und Verkehrsbelastungen, Lärmreduzierung, gesunde Bewegung, schneller und preiswerter unterwegs… Wie der Klimaschutz kennt Stadtradeln keine Grenzen: Jeder Radkilometer zählt!

 

Hollinger Sportfest

Kurz vor den Sommerferien nehmen die Kinder der 4. Klassen an einem Sportfest der Emsdettener Grundschulen Emsdettens, teil. Auf dem Schulgelände der Grundschule Hollingen findet für die Mädchen ein Völkerballturnier statt, für die Jungen wird ein Fußballturnier durchgeführt. Die Mädchen und Jungen werden im Rahmen des Sportunterrichts auf den Wettkampf vorbereitet.

Sie haben darüber hinaus in jeder Pause Gelegenheit, auf unserem Schulgelände auf entsprechenden Feldern Fußball bzw. Völkerball zu spielen und zu trainieren.

 

Fußballturnier

Mit unserer Fußballmannschaft nehmen wir jährlich an der „Offenen Stadtmeisterschaft für Grundschulmannschaften des Kreises Steinfurt im Hallenfußball“ teil. Die Fußballmannschaft setzt sich aus Mädchen und Jungen des 4. Jahrgangs zusammen, die wöchentlich im Rahmen einer Fußball-AG trainiert werden.

 

Kinderfußballtag

Einmal jährlich führen wir in Kooperation mit FutureSport einen Kinderfußballtag für alle Kinder an.

 

Kindersprint

Unsere Teilnahme am Kindersprint leistet einen weiteren Beitrag. Der Kindersprint ist ein computergestützer Laufparcours, der bis auf die Hundertstelsekunde genau verschiedene Laufdaten erfasst. Eine nach dem Zufallsprinzip gesteuerte Ampel gibt die Laufrichtung vor. Im Sprint wird eine ca. 8 m lange Strecke zurückgelegt, nach der Wende erfolgt der Rücklauf im Slalom. Beim Kindersprint werden von den Kindern vor allem koordinative, kognitive, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfähigkeit im hohen Maße abverlangt.

 


Ernährung:

Wir vermitteln unseren Kindern, dass gesunde Ernährung und Fitness zusammen gehören. Wer sich viel bewegt und das Richtige isst und trinkt, hält seinen Körper in Form und fühlt sich fit.

Dabei kommt uns zu Hilfe, dass Kinder auch durchaus in Sachen Essen und Trinken Orientierung suchen. Im Zuge von Fast Food und Co. erleben viele Kinder keine Esskultur mehr und viele Menschen verlernen das Kochen.

Wir vermitteln unseren Kindern, dass Nahrungsaufnahme nicht nur Abbeißen, Kauen und Hinunterschlucken bedeutet. Fast alle Sinne sind beteiligt beim Sehen, Riechen, Fühlen und Schmecken der Nahrung. Nahrungsaufnahme hat etwas mit Genuss zu tun. Dieses erreichen wir durch jährlich stattfindende Projekte zum Thema Ernährung. Die Schwerpunkte dabei sind:

  • Lebensmittelkunde
  • Ernährung und Gesundheit
  • Sinnesschulungen
  • praktische Übungen (Zubereiten und Kochen)
  • Esskulturen erfahrbar machen
  • Biologischer Landbau

 

Die gesunde und abwechslungsreiche Ernährung in unserer Schule liegt uns am Herzen. Ein gutes und hochwertiges Essen ist eine wertvolle Grundlage für gute Laune und Ausgeglichenheit. Das wirkt sich auch positiv auf die Lernfähigkeit der Kinder und die Atmosphäre in der Schule aus.

Das Mittagessen der Nachmittagsbetreuung wird angeliefert von der Stattküche Münster, die unsere Kinder mit frischer und nahrhafter Kost versorgen. Alle Speisen werden dort in eigenen Küchen mit eigenem Personal täglich frisch zubereitet.

Zusätzlich erhalten die Kinder am Nachmittag Obst und Mineralwasser für den Tag. Auch bei schulischen Veranstaltungen werden neben belegten Broten und Kuchen auch Obst und Gemüse gereicht.

Alle unsere Aktivitäten sollen dazu dienen, die Schülerinnen und Schüler zu einer kritischen Reflexion des eigenen Ernährungsverhaltens zu befähigen und ihnen deutlich machen, dass gesunde Ernährung Spaß macht und dabei körperlich und geistig fit hält.

Auch beim Essen spielt die Umwelterziehung bei uns eine große Rolle. Die Zutaten unserer Speisen kommen überwiegend aus heimischem Anbau oder aus heimischer Aufzucht, das Obst und Gemüse stammt aus dem Angebot der Saison und das Mineralwasser liefert eine heimische Quelle.

Bei uns geht es nicht nur um Mülltrennung, sondern in erster Linie um Müllvermeidung. Die Kinder haben Brotdosen, die Getränke werden in wieder auffüllbaren Flaschen oder Mehrwegflaschen mitgebracht oder beim Hausmeister in Mehrwegflaschen bestellt.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Zahngesundheit. Nach dem jährlichen Besuch des Zahnarztes an unserer Schule ist es Hauptziel unseres Unterrichtes, auf die Bedeutung der regelmäßigen Zahnpflege und Kontrollgänge zum Zahnarzt hinzuweisen und die Kinder zu befähigen, zahnschädigendes Essverhalten zu entlarven und es durch eine gute Lebensmittelauswahl zu ersetzen. Im Rahmen des „Arbeitskreis Zahngesundheit“ kommt einmal jährlich eine Mitarbeiterin einer ortsansässigen Zahnarztpraxis zu uns in den Unterricht, um mit den Kindern zahnpflegerelevante Dinge zu thematisieren und zu vertiefen.

 

Schulobstprogramm

Obst und Gemüse schmecken lecker und machen fit für den Schulalltag – kurz: Obst und Gemüse gehören zu einer gesunden Ernährung einfach dazu. Doch der Obst- und insbesondere der Gemüseverzehr von Kindern liegen deutlich unter der von Fachgesellschaften empfohlenen Menge. Ziel des EU-Schulprogramms ist es, mit einer kostenlosen Extra-Portion Vitaminen den Schülerinnen und Schülern Gemüse und Obst wieder schmackhaft zu machen und bereits zu Beginn der Schulzeit ein gesundheitsförderliches Ernährungsverhalten nahe zu bringen. Durch die pädagogische Begleitung des Programms sollen die Ernährungskompetenzen der Kinder nachhaltig gefördert werden.

Durch die Unterstützung der EU und des Landes NRW können wir im Rahmen des Schulobstprogrammes unseren Kindern regelmäßig Schulobst und -gemüse anbieten. Dies wird von unserem Schulobstlieferanten dreimal pro Woche frisch geliefert. Zubereitet wird das Obst und Gemüse von den Kindern selbst. Neben dem Verzehr von Obst und Gemüse legt das EU-Schulprogramm einen Schwerpunkt auf begleitende Aktionen, wie z.B. Thematisierung gesunder Ernährung im Unterricht, Durchführung von Projekttagen, Besuch einer Landfrau im Unterricht oder Besichtigung eines landwirtschaftlichen Betriebes, was feste Bestandteile unseres Unterrichtes in den einzelnen Jahrgangsstufen sind.

 

 


Gesundheitsförderung für Kollegium, Mitarbeiter und Eltern

Da in die Gesundheitsförderung neben den Schülern und Schülerinnen auch das Lehrerkollegium und das sonstige Schulpersonal ausdrücklich einbezogen sind, wurden bereits einzelne koordinierte Maßnahmen durchgeführt. So konnte beispielsweise sukzessive nach der Sanierung der sanitären Räume bereits die Neugestaltung des Sprechzimmers (Anstrich, Möblierung) und Veränderungen im Verwaltungsbereich (Einrichtung eines Arbeitsplatzes für Lehrkräfte) zu einem angenehmeren Arbeitsklima in Angriff genommen werden. Stillarbeitszonen stehen auch bereits am Vormittag in den Räumen der Nachmittagsbetreuung zur Verfügung. Schulbezogen werden seit 2011 durch den Beitritt zum Landesprogramm BuG der gesunden Schule Rahmenbedingungen mit schulformübergreifenden Zielrichtungen in den regelmäßigen Steuerungstreffen auf Kreisebene verpflichtend. Für das Kollegium erfolgt zur Auffrischung alle zwei Jahre eine gemeinsame Fortbildung „Erste-Hilfe-Kurs“.

 


Resumé

Stets sind die im Rahmen der Gesundheitsförderung genannten Themen relevant, doch lassen sie sich manchmal aufgrund fehlender personeller Ressourcen nicht im gewünschten Umfang realisieren. Angesichts der veränderten Lebenswelt der Kinder, die häufig durch die Berufstätigkeit beider Elternteile und damit in vielen Fällen häufiges Alleinsein, verstärkter Computer-, Fernseh- und anderer Mediennutzung und Fast-Food-Ernährung gekennzeichnet ist, haben sich auch die Schwerpunkte im Bereich der schulischen Gesundheitsförderung verlagert. Während man früher davon ausgehen konnte, dass gesundheitsbewusstes Verhalten geradezu selbstverständlich in der Familie erlernt wurde und in der Schule lediglich bestimmte Informationen, Kompetenzen oder Zusatzqualifikationen vermittelt wurden, fehlen heute den Schülerinnen und Schülern häufig sogar grundlegende Kenntnisse, etwa zur Bedeutung der Strukturierung des Tages (Schlaf, Arbeits- und Pausenzeiten), eines gesunden Frühstücks als wichtige Voraussetzung für den Schultag, zur Arbeitsorganisation, zu Sport und Bewegung als Ausgleich für lange Sitzphasen vor dem Computer und zu Möglichkeiten der Konfliktbewältigung. Häufig werden die Schülerinnen und Schüler bei der Bewältigung dieser Aufgaben alleingelassen und geraten dadurch in Stress und Lernschwierigkeiten. Diese Situation erfordert eine Erweiterung des bisherigen Konzepts der Gesundheitsförderung in der Schule, auf die unsere Schule in verschiedener Hinsicht begonnen hat zu reagieren.

 

 

 

Konkrete Zielformulierungen

Im Rahmen der Arbeitsplanentwicklung ab dem Schuljahr 2008/09 aufgrund der neuen Grundschulrichtlinien sollen explizit die fachlichen, personellen, sozialen und methodischen Kompetenzen als Trainingsspiralen im Hinblick auf Gesundheitsförderung auf allen Jahrgangstufen in den Blick genommen und ausgewiesen werden. Eine wichtige Voraussetzung besteht in der Förderung der Kompetenz des Kollegiums im Bereich Gesundheitsförderung. Die Diagnosefähigkeit der Kollegen ist zu stärken, etwa in Bezug auf Ernährung (Magersucht bzw. Adipositas, ADHS, usw). Sie sind für unterschiedliche Reaktionsmöglichkeiten auf solche Phänomene zu sensibilisieren und mit professionellen Hilfsangeboten bekannt zu machen. Dies soll durch Fortbildungen bzw. Pädagogische Tage in Verbindung mit den Beratungsinstitutionen auch in Zukunft weiterhin erreicht werden. Neben der Stärkung der Schüler- und Lehrerkompetenz im Bereich der Gesundheitsförderung sollten auch für Eltern gesundheitsrelevante Themen angeboten werden, um Unterstützung der Schülerinnen und Schüler leisten zu können. Neben den etablierten Beratungsangeboten werden Elternseminare und Vortragsabende auch in Verbindung mit den Institutionen des Sozialraums Emsdetten angeboten (z.B. Jugendamt, Kreisel e.V., Lernen fördern). Gleichzeitig soll versucht werden, die vorhandenen Ressourcen in der Elternschaft stärker zu nutzen. In Klassenpflegschaften, Elternbriefen und über die Schulhomepage werden Eltern, die in Gesundheitsberufen arbeiten, angeregt, uns ihre Kompetenz zur Verfügung zu stellen

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