Emsdettener Volkszeitung; 25.06.2918: „Kaddi“ holt Afrika nach Emsdetten | Kardinal-von-Galen-Schule Emsdetten

Emsdettener Volkszeitung; 25.06.2918: „Kaddi“ holt Afrika nach Emsdetten


Schulfest an der Kardinal-von-Galen-Schule war fest in der Hand der Trommler

„Kaddi“ holt Afrika nach Emsdetten

-mbe- EMSDETTEN. Das unbeständige Wetter am Freitagnachmittag durchkreuzte zwar die ursprüngliche Planung des Schulfestes an der Kardinal-von-Galen-Grundschule ein wenig, die gute Stimmung ließ sich aber niemand nehmen. Schulleiterin Julia Elpers begrüßte die Eltern und die „Kaddi-Kids“ in ihren blauen Poloshirts. „Ich sehe auch einige Neue, die erst noch eingeschult werden“, freute sie sich. Somit war es richtig voll auf dem Schulhof, als Elpers die Projekttage Revue passieren ließ.

Die vorangegangenen Tage hatten die Kinder genutzt, um „in die afrikanische Welt einzutauchen, die uns noch so fremd ist.“ Bei so einer Projektwoche gehe es natürlich auch immer darum, fremde Kulturen kennen zu lernen und offener zu werden, sagte Elpers. „Das Fremde und Unbekannte kann eine Bereicherung für das eigene Leben sein.“

Mit Hilfe der beiden engagierten Projektleiter von „Trommelreise“, Christoph Studer und Markus Hoffmeister, hatten die Kinder tiefe Einblicke in die Rhythmik und die Tänze bekommen, die Afrika ausmachen. Die beiden begrüßten die Kinder mit „Jambo“, als der Gruß auf Swahili laut von den Schülern erwidert wurde war klar – sie hatten aufgepasst und einiges gelernt.

Unter Anleitung hatten die Schüler Tänze und Trommeleinlagen einstudiert, die sie den Eltern, Großeltern und Geschwistern präsentierten.

Um das afrikanische Feeling abzurunden, wurden auch Trommeln, afrikanische Masken, kleine Hütten und auch Schmuck gebastelt. „Die Rohlinge der Trommeln haben wir über den Erlös vom internationalen Kinderfest finanziert“, erklärte Elpers. Die fertigen Trommeln waren für vier Euro zu erstehen – und natürlich hatten die kleinen Künstler „Erstkaufrecht“ an ihren eigenen Trommeln.

Der Reinerlös der Aktion wird an ein Projekt in Afrika gespendet. Das Beste daran: Der „Kaddi-Rat“, also die Schüler selber, bestimmen, welchem Projekt das Geld zugute kommt. Abgerundet wurde das bunte, interkulturelle Schulfest mit Spielständen, die auf dem Schulgelände verteilt waren. Von der Marmeladenglas-Aktion der 2a über das Böhnchensack-Spiel der 1b bis hin zur Button-Maschine der 2b: Wer gerade nicht trommelte, konnte einiges erleben. „Alle Stände haben die Klassen selber organisiert“, lobte Elpers. Und wer die Energie an den Ständen gelassen hatte, konnte sich selbstredend auch stärken.