Emsdettener Volkszeitung; 30.04.2018, Kinder feiern die bunte Vielfalt | Kardinal-von-Galen-Schule Emsdetten

Emsdettener Volkszeitung; 30.04.2018, Kinder feiern die bunte Vielfalt


EMSDETTEN. Menschen aus den verschiedensten Kulturen feiern zusammen ein friedliches Fest. Was angesichts der vielen Krisen und Konflikte auf der Welt nach einer Wunschvorstellung oder Zukunftsvision klingt, ist am Sonntagnachmittag an der Kardinal-von-Galen-Grundschule Wirklichkeit geworden – beim Internationalen Kinder-Frühlingsfest.

Das hat seinen Ursprung in der Türkei und fand in Emsdetten jetzt bereits zum 14. Mal statt. Auf die Beine gestellt hat es die Stadt Emsdetten in Zusammenarbeit mit dem Beirat für Integration und Migration sowie der gastgebenden Schule, die zusammen mit einem bunten Programm für die ganze Familie aufwarteten. „Das ist eine tolle Tradition“, sagte Bürgermeister Georg Moenikes bei seiner Begrüßung. „Meistens haben wir auch Glück mit dem Wetter.“

So auch dieses Mal wieder. Bei strahlendem Sonnenschein trugen die „Kaddi-Kids“, mit Trommeln und Mikrofonen ausgestattet, zwei Lieder in unterschiedlichen Sprachen vor. Passend zum Motto des Tages, das Schulleiterin Julia Elpers folgendermaßen formulierte: „Gemeinsam lachen und spielen – und unvoreingenommen aufeinander zugehen.“

Dazu gab es zahlreiche Gelegenheiten an den vielen Ständen, mit denen Einrichtungen und Gruppen für viel Abwechslung sorgten: Flüchtlinge aus Afrika luden zum Torwandschießen ein, der Kindergarten St. Marien sprach den Forschergeist an und die freiwillige Feuerwehr stellte nicht nur den Sanitätsdienst, sondern ließ Kinder an die Spritzen, um ein imaginäres Feuer zu löschen. Die albanische Moschee und der türkische Arbeitnehmerverein versorgten die Besucher mit Gegrilltem und türkischem Tee. Die Messdiener St. Pankratius waren gleich mit vier Angeboten vertreten – einem Luftballonwettbewerb, einer Buttonmaschine und einer Hüpfburg. Sie betreuten auch das Spielmobil der Stadt Emsdetten. Zusammen mit Flüchtlingen aus verschiedenen Ländern durfte getrommelt werden. Dann hatte das Montessori-Kinderhaus noch eine Sandwanne aufgestellt, in der die kleinen Gäste auf Schatzsuche nach Edelsteinen gehen konnten. Bunte Masken basteln, das war am Stand des AWO-Kindergartens möglich.

„Die Schule hat sich außerdem darum gekümmert, dass möglichst viele internationale Spezialitäten angeboten werden“, freute sich Nicola Engeln von der Stadtverwaltung über kulinarische Vielfalt. Der schönste Lohn für sie und ihre Kollegin Eva Kohl waren die vielen fröhlichen Gesichter – wie die der Familie Omarkheil, die in afghanischer Tracht zum Kinderfest kam und damit ihren Beitrag zum bunten Bild leistete, das sich auf dem gut gefüllten Schulhof bot.

Das zieht auch Yvonne Neier aus Sinningen immer wieder an. „Wir kommen jedes Jahr zum Kinderfest“, verriet sie, während sie mit ihrem Mika eine Maske gestaltete. „Es ist eine schöne Gelegenheit, um sich näher zu kommen.“

Genau darum ging es bei der Veranstaltung, deren Erlös für die gastgebende Schule bestimmt ist, wo das Geld für nachhaltige Projekte verwendet werden soll.