Emsdettener Volkszeitung;08.11.2017, Wie kommt das Wasser in den Hahn? | Kardinal-von-Galen-Schule Emsdetten

Emsdettener Volkszeitung;08.11.2017, Wie kommt das Wasser in den Hahn?


Wie kommt das Wasser in den Hahn?

Kinder der Kardinal-von-Galen-Schule lernen, wie bedeutend der verantwortungsvolle Umgang mit Wasser ist

Von Stadtwerke-Geschäftsführer Jürgen B. Schmidt (letzte Reihe v.l.), Rita Elfrich, Mitarbeiterin der Stadtwerke-Personalabteilung, und DUA-Mitarbeiterin Franzis Brüse lernten die Kinder der Kardinal-von-Galen-Schule, wie das Trinkwasser in den Hahn kommt.

EMSDETTEN. Mit Experimenten und kleinen Praxisaufgaben haben die Kinder der Kardinal-von-Galen-Schule gelernt, wie bedeutend Trinkwasser für unser Leben ist.

In der anschaulichen Doppelstunde „Wie kommt das Wasser in den Wasserhahn?“ konnten die Drittklässler z.B. selber Wasser filtern. Die Stadtwerke Emsdetten bieten diesen praxisnahen Umweltunterricht in Zusammenarbeit mit der Deutschen Umweltaktion (DUA) an allen Grundschulen der Stadt an. Ziel ist es, Kinder möglichst früh für den verantwortungsvollen Umgang mit Wasser und Energie zu sensibilisieren, heißt es in dem Pressetext der Stadtwerke.

„Den Umweltschutz voranzutreiben ist schon heute sehr wichtig, doch für künftige Generationen wird dieses Thema noch erheblich an Bedeutung gewinnen“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Jürgen B. Schmidt. „Deswegen möchten wir helfen, die Grundschüler spielerisch an den Umweltschutz heranzuführen.“

Die Idee: Wer schon als Kind lernt, Wasser und Energie nachhaltig zu nutzen, wird dieses Verhalten wahrscheinlich auch als Erwachsener fortführen.

Dieser Gedanke stand auch hinter der Unterrichtsstunde an der Kardinal-von-Galen-Schule. Anhand eines Wasserballs mit Globusmotiv erkannten die Kinder zunächst, wie viel Wasser es überhaupt auf der Welt gibt.

Außerdem lernten sie den Unterschied zwischen Salz- und Süßwasser kennen. Als DUA-Referentin Franzis Brüse die Schüler fragte, ob sie an die Ems gehen und das Wasser direkt aus dem Fluss trinken würden, erfüllte ein langes, einstimmiges „Nein“ die Klasse. Bis aus dem natürlichen Grundwasser aus der Ur-Emsrinne ein trinkbares Lebensmittel wird, braucht es nämlich viel Aufbereitungsarbeit und Mühe. Das konnten die Schüler schließlich selber testen.

Aus einer 500ml Plastikflasche, Wasser, Sand und Kies bauten die Drittklässler ihren eigenen Wasserfilter.

Indem sie eingefärbtes Wasser durch ihre kleinen Filteranlagen gossen, bekamen sie einen guten Eindruck davon, welchen Weg ihr eigenes Trinkwasser zurücklegen muss, bis es aus dem Wasserhahn sprudelt.

„Die großen Filteranlagen in unserem Wasserwerk funktionieren ganz ähnlich“, sagte Jürgen B. Schmidt. „Und sobald wir das Wasser gereinigt und vollständig aufbereitet haben, schicken wir es über unser 365 Kilometer langes Versorgungsnetz an über 16500 Haushalte in Emsdetten, Saerbeck, Metelen, Horstmar und Schöppingen.

Die Kardinal-von-Galen-Schule ist nicht die erste Schule, an der die Stadtwerke und die DUA ihren Umweltunterricht durchgeführt haben. Doppelstunden zur Wasseraufbereitung gab es im Oktober auch an der Peter Pan Schule und der Emanuel-von Ketteler-Schule. Den Sechstklässlern der Marienschule werden die Stadtwerke Emsdetten im Dezember außerdem das Thema Glasfaser näherbringen.

Die praktisch angelegten Unterrichtsstunden bietet der lokale Versorger allen Emsdettener Schulen an. Auf Wunsch können die Klassen im Anschluss zusätzlich das Wasserwerk und den Wasserturm besichtigen, schreiben die Stadtwerke abschließend.