Emsdettener Volkszeitung; 13. August 2015; Julia Elpers ist neue Leiterin der „Kaddi“ | Kardinal-von-Galen-Schule Emsdetten

Emsdettener Volkszeitung; 13. August 2015; Julia Elpers ist neue Leiterin der „Kaddi“


EV: Julia Elpers ist neue Leiterin der „Kaddi“

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Blumen für die neue Leiterin: Julia Elpers (Mitte), bislang Konrektorin an der Warendorfer Laurentiusschule, übernimmt in den kommenden Tagen offiziell die Leitung der Kardinal-von-Galen-Grundschule. Am ersten Schultag am gestrigen Mittwoch wurde sie schon einmal herzlich begrüßt.

 

Denn die Nachfolge von Bärbel Weßling an der Spitze der Kardinal-von-Galen-Schule ist gelöst: Julia Elpers, bislang Konrektorin an der Laurentiusschule in Warendorf, übernimmt die Leitung der Katholischen Grundschule am Padkamp.

Noch kurz vor der Sommerpause hatte sich die erweiterte Schulkonferenz für die Pädagogin ausgesprochen, in einer Dringlichkeitsentscheidung hatte der Stadtrat den Beschluss bestätigt, hatte klargestellt, dass er kein Veto einlegen wird. Zur Erklärung: Seit einigen Jahren werden Schulleiter nicht mehr vom Rat als höchstem Gremium des Schulträgers sondern von der erweiterten Schulkonferenz gewählt. Die Politik hat im Anschluss nur die Möglichkeit, ein Veto einzulegen.

Der Grund der Eile: So sollte die Bezirksregierung in die Lage versetzt werden, die Schulleiterstelle passend zum Schuljahresbeginn neu zu besetzen. Hätte auch fast geklappt: „Die Ernennungsurkunde ist auf dem Weg zur Schulrätin Karin Kindervater beim Kreis Steinfurt“, informiert Ulla Lütkehermölle von der Bezirksregierung. Die Urkunde würde in Kürze an die neue Leiterin überreicht – mit Blumen begrüßt wurde Julia Elpers gestern schon einmal von ihren neuen Schülern und Kollegen.

„Einige Tage Präsenz“

Carla Dobenecker – sie hatte nach der Pensionierung von Bärbel Weßling neben der Leitung der Schule Hollingen auch kommissarisch den Leitungsposten an der „Kaddi“ übernommen – werde bis zum offiziellen Wechsel „noch einige Tage Präsenz an der Kardinal-von-Galen-Schule zeigen“, wie Elmar Leuermann erklärt.

Eine „Baustelle“ hat der Fachbereichsleiter damit erfolgreich abgearbeitet, zwei Vakanzen an Schulleiterstellen – streng genommen sogar drei – stehen noch aus.

Die Emanuel-von-Ketteler-Schule wird seit dem Abschied von Jutta Heine kommissarisch von Eva Winter geleitet. „Hier liegt uns eine Bewerbung vor. Die Beurteilung ist angefordert, das Verfahren wird noch etwas dauern“, berichtet Ulla Lütkehermölle. Dass Eva Winter diese Bewerbung eingereicht hat, dürfte kein Geheimnis sein. Sie hat sich in den vergangenen Monaten stark für die EvK eingesetzt, hat sich mit der Schulgemeinde auf den Weg in Richtung Inklusion begeben – und damit in der jüngsten Schulschließungsdebatte maßgeblich dafür gesorgt, dass die Sinninger Grundschule „abgesichert“ wurde.

Die Fäden an der WilhelmSchule hält seit der Verabschiedung von Elisabeth Vennemann Konrektor Frank Taape in der Hand. „Für die Schulleiterstelle läuft die zweite Ausschreibung. Bislang liegt uns keine Bewerbung vor“, erläutert Lütkehermölle. Kein seltenes Szenario – im Münsterland sind derzeit 33 Leiterstellen an Grundschulen vakant, zwölf Prozent der Stellen sind laut Bezirksregierung unbesetzt. „Schulleiter ist ein anspruchsvoller Job – der in den vergangenen Jahren sicher nicht einfacher geworden ist“, erzählt Ulla Lütkehermölle. Beziehungsweise Schulleiterin – denn männliche Grundschullehrer oder gar -leiter seien mittlerweile eine Seltenheit.

Attraktivität erhöhen

Elmar Leuermann ist der Überzeugung, dass das Land mittelfristig gegensteuern muss, um dem Job des Schulleiters vor allem im Grundschulbereich mehr Attraktivität zu verleihen: „Schulleiter müssen sich weitgehend von der Unterrichtstätigkeit verabschieden und als ,Schul-Manager‘ die Verantwortung übernehmen – für viele Lehrerinnen und Lehrer ist da eine geringfügig höhere Gehaltsstufe kaum ein Anreiz.“

An der Paul-Gerhardt-Schule stellt sich im Prinzip kein Problem, was die Leitung betrifft. Allerdings steht auch hier – zumindest theoretisch – eine Vakanz ins Haus, eine Lösung aber ist in Sicht. Jutta Fritzler-Husmann ist seit über einem Jahr Leiterin des Grundschulverbundes Buckhoffschule/PGS. Dieser wird aber 2016 aufgelöst, der Teilstandort Buckhoffschule dann endgültig geschlossen.

Die PGS wird dann als eigenständige Gemeinschaftsgrundschule fortgeführt. Technisch eine neue Schule, für die auch eine Leitung eingesetzt werden muss. „Wir gehen davon aus, dass die Schulleitung bleibt“, sagt Fachbereichsleiter Elmar Leuermann – und bekommt Rückendeckung von der Bezirksregierung Münster: Im Normalfall werde Jutta Fritzler-Husmann im Frühjahr 2016 nach zweijähriger Probezeit die Leiter-Qualifikation auf Lebenszeit zugesprochen. „Es ist davon auszugehen, dass sie als Leiterin an die PGS rüber wechselt“, erklärt Ulla Lütkehermölle.