Emsdettener Volkszeitung; 18.06.2015; Ein Rockmusiker zum Anfassen | Kardinal-von-Galen-Schule Emsdetten

Emsdettener Volkszeitung; 18.06.2015; Ein Rockmusiker zum Anfassen


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Emsdetten Lokal
Donnerstag, 18. Juni 2015
Ein Rockmusiker zum Anfassen
Schüler der Kardinal-von-Galen-Schule treffen Udo Lindenbergs Bassisten Steffi Stephan
EMSDETTEN. Ein exklusives Interview, eine Session und ein riesiger Empfang für den Musikstar: Der Münsteraner Musiker Steffi Stephan (68) besuchte gestern morgen die Kardinal-von-Galen-Grundschule. Die Schüler hatten das Treffen beim NRW-Gesangswettbewerb gewonnen, bei dem auch Stephan in der Jury saß. Der erste Platz ging an eine Grundschule aus Werl, doch auch die KvG ging nicht leer aus: sie erhielt den Jurypreis, ein exklusives Treffen mit Steffi Stephan. Seine Begründung: „Diese Schule ist bei mir besonders gut angekommen mit ihrem Wettbewerbsvideo, weil auch eine Band dabei war.“ Er sehe es besonders gerne, wenn auch handgemachte Musik eine Rolle spiele. Am Mittwochmorgen kam Steffi Stephan dann von Münster nach Emsdetten, nicht in einer Luxuslimousine, sondern unauffällig in einem Kompaktvan.
Musiker überwältigt
Was ihn dann erwartete, haute den gestandenen Rockmusiker glatt um: Sie alle standen Spalier, die „Kaddi-Kids“, wie sich die Grundschüler nennen. Bodenständig, tiefenentspannt und cool präsentierte sich Stephan, wippte und klatschte eifrig mit, war vor allem aber auch ehrlich: „Eure Eltern können mit meinem Namen sicher mehr anfangen als ihr.“
In einem Interview hakte ein Kind dann nach, wollte wissen, wie lange der Mann mit den langen Haaren denn schon Musik macht. Stephan: „Ich habe mit 13 Jahren angefangen.“ Eines aber ist dem heute 68-Jährigen auch nach über 50 Jahren Musik noch immer wichtig: „Ich bin kein Star, ich kann mit diesem Begriff auch persönlich nichts anfangen, das ist mir zu künstlich. Ich bin nur bekannt.“ Im direkten Vergleich mit seinem Musikerfreund Udo Lindenberg (demnächst haben sie wieder Auftritte in Hannover und Berlin, Anm. d. Red.) sei er ohnehin kaum bekannt, die Band komme gar im Notfall ohne ihn aus, erklärte der Bassgitarrist, der zuhause mehr als 80 Gitarren und 40 Bassgitarren angesammelt hat.
„Der Udo muss sich manchmal verkleiden, um nicht erkannt zu werden.“ Das sei nichts für Stephan. Die Kinder wollten noch mehr wissen, fragten auch nach Peinlichkeiten und einem Lieblingslied. Das habe er nicht, aber dafür erzählte Stephan: „Ich habe einmal vor einem Auftritt an der Schokolade meines Schwagers genascht.“ Was er nicht wusste: es war Abführschokolade, woraufhin das mit der heimlichen Nascherei buchstäblich in die Hose gegangen sei. Während des Treffens hatten die Grundschüler ihren Auftritt noch einmal live wiederholt, später setzte sich der leidenschaftliche Motorradfahrer und Tennisspieler, der neben Gitarre auch Klavier und Schlagzeug spielen kann, selber noch einmal mit den Kindern ans Instrument und erfüllte nebenbei etliche Autogrammwünsche. keb

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Donnerstag, 18. Juni 2015
Ein echter Star am Bass
Steffi Stephan gibt Interviews und musiziert mit Schülern
Die Schüler der Kardinal-von-Galen Schule hatten gestern einen echten Rockstar zu Gast. Steffi Stephan ist Bassist von Udo Lindenberg – im Rahmen eines Gesangswettbewerbs hatten die Schüler das Treffen mit ihm gewonnen. Stephan saß selbst in der Jury. An dem Beitrag der KvG gefiel ihm, dass die Schule in dem Video, dass sie zu dem Wettbewerb einsandte, mit einer eigenen Band musiziert hat.
Der 68-jährige Musiker nahm sich bei dem Treffen gestern viel Zeit für die Kinder und beantwortete jede an ihn gestellte Frage. Er verriet, dass er zu Hause in Münster mehr als 80 Gitarren und 40 Bassgitarren gesammelt hat. Dass viele der Schüler mit seinem Namen nicht viel anfangen konnten, nahm er ganz locker: „Eure Eltern werden mich besser kennen“, gab er den Schülern mit auf den Weg. Die Kinder präsentierten dem Bassisten noch einmal ihren Auftritt, den sie zum Wettbewerb eingereicht haben, live.
Natürlich ließ es sich Stephan auch nicht nehmen, mit den Kindern selbst Lieder zu spielen und zu singen. Und ganz nebenbei erfüllte er auch noch sehr viele Autogrammwünsche seiner neu gewonnen Fans – ein Star zum Anfassen halt.